Im Juli 2007 erwachte die Riegersburg zu neuem
Leben: Auf dem malerischen Vorplatz der unteren Riegersburg veranstaltete
die Gruppe "Ritter zu Riegersburg" ein sehenswertes Ritterturnier.
Nach Ankündigung und Einleitung des Herolds
und des Einzuges der Burgfrau breschten die schnaubenden Schlachtrösser
aufeinander los: Ritter Ewald von Birkenhof gegen Wernher von Bertholdstein,
so hies die erste Paarung. Geritten wurde mit originalen Turnierlanzen
auf den Roland, der einigemale, zum Gaudium der Zuschauer, am Rande
des Zersplitterns stand. Nach dem die ersten Treffen ohne Entscheidung
blieben, griffen die beiden Helden zum Morgenstern, einer besonders
gefürchteten Waffe. Es dauerte nicht lange, da ging der ehrenwerte
Herr Wernher zu Boden. Dort mußte er sich gegen die Reiterattaken
Ewalds mit der gewaltigen Streitaxt verteidigen. Nur mit einem Hechtsprung
konnte sich Wernher vor der Streitaxt in Sicherheit bringen, die Zentimeter
neben ihm in einem Holzstamm stecken blieb. Am Schluß der ersten
Runde folgte der Schwertkampf zu Pferd, der von Reiter und Ross höchste
Präzision erfordert. Hier setzte sich Herr Ewald endgültig
durch.
Danach folgte ein Schwertkampf unseres Waffenchmieds
gegen den ehrenwerten Ritter Wernher von Paldauwe. Die beiden zählen
zu den besten Schwertkämpfern der Gruppe. Bei sehr schwierigen
Lichtverhältnissen sprühten die Funken weit über die
Köpfe der begeisterten Zuschauer, ein schwert ging sogar zu Bruch.
Zwischendurch erzählte der Herold Günther
der Maierhofer zu Jägerberch immer wieder Geschichten aus der
Burggeschichte des Mittelalters, er ist ein profunder Kenner der Materie
und beschäftigt sich seit seinem 8. Lebenjahr mit steirischer
Landeskunde und vor allem mit der Riegersburg.
Auch die Söhne von Ritter Spörk, kaum 10
Jahre alt, reiten, fechten und kämpfen vor den vielen Zusehern
wie ihre alten Vorbilder, natürlich in voller Rüstung.
Der Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung
war aber der Streit der Raubritter um das edle Gerstengebräu.
Ewald, der Hausherr, versuchte die angeheiterten Raubritter, die mitten
in seiner Burg an einem Biertisch über ihn spotteten, zurechtzuweisen.
Als gutes Zureden nicht half, setzte Ewald mit seinem schwarzen Hengst
zum Sprung über die Ritterrunde an. Von einer Sekunde auf die
Andere sassen die verdutzten Ritter unter dem umgestürzten Tisch,
sogar den Krug mit dem edlen Gerstengebräu hat der Hengst mit
den Hufen runtergeworfen.