Eines vorweg: Sie können uns mieten! Je nach Erfordernis setzt sich der Tross mit samt seinem Gefolge an Burgfrauen, Handwerkern etc. in Bewegung zu Ihrer Veranstaltung. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot ...
   
         
 

Wir, die 12 Schausteller, bieten mit (bis zu) acht Pferden und drei Ponys, bei verschiedenen Veranstaltungen, Ritterkämpfe hoch zu Ross und zu ebener Erd, Pferde und Darsteller in historischen Gewändern. Edle Ritter hoch zu Ross bestreiten auf einem mittelalterlichen Turnier Kämpfe mit der Lanze (Tjost), dem Schwert, der Streitaxt und dem Morgenstern. Bewaffnete Fehden gegen blutrünstige Sarazenen und Araber werden ausgetragen. Knappen und hübsche Burgfräulein vertreiben ihre Zeit mit Ringstechen und ähnlichen Geschicklichkeitspielen. Besuchern wird die Möglichkeit angeboten am Lagerleben teilzuhaben und sich im Werfen von Messer und Streitäxten sowie im Bogenschießen zu messen.

   
 
         
     
         
 
Das Vollmondprogramm
     
         
 
Im Juli 2007 erwachte die Riegersburg zu neuem Leben: Auf dem malerischen Vorplatz der unteren Riegersburg veranstaltete die Gruppe "Ritter zu Riegersburg" ein sehenswertes Ritterturnier.

Nach Ankündigung und Einleitung des Herolds und des Einzuges der Burgfrau breschten die schnaubenden Schlachtrösser aufeinander los: Ritter Ewald von Birkenhof gegen Wernher von Bertholdstein, so hies die erste Paarung. Geritten wurde mit originalen Turnierlanzen auf den Roland, der einigemale, zum Gaudium der Zuschauer, am Rande des Zersplitterns stand. Nach dem die ersten Treffen ohne Entscheidung blieben, griffen die beiden Helden zum Morgenstern, einer besonders gefürchteten Waffe. Es dauerte nicht lange, da ging der ehrenwerte Herr Wernher zu Boden. Dort mußte er sich gegen die Reiterattaken Ewalds mit der gewaltigen Streitaxt verteidigen. Nur mit einem Hechtsprung konnte sich Wernher vor der Streitaxt in Sicherheit bringen, die Zentimeter neben ihm in einem Holzstamm stecken blieb. Am Schluß der ersten Runde folgte der Schwertkampf zu Pferd, der von Reiter und Ross höchste Präzision erfordert. Hier setzte sich Herr Ewald endgültig durch.

Danach folgte ein Schwertkampf unseres Waffenchmieds gegen den ehrenwerten Ritter Wernher von Paldauwe. Die beiden zählen zu den besten Schwertkämpfern der Gruppe. Bei sehr schwierigen Lichtverhältnissen sprühten die Funken weit über die Köpfe der begeisterten Zuschauer, ein schwert ging sogar zu Bruch.

Zwischendurch erzählte der Herold Günther der Maierhofer zu Jägerberch immer wieder Geschichten aus der Burggeschichte des Mittelalters, er ist ein profunder Kenner der Materie und beschäftigt sich seit seinem 8. Lebenjahr mit steirischer Landeskunde und vor allem mit der Riegersburg.

Auch die Söhne von Ritter Spörk, kaum 10 Jahre alt, reiten, fechten und kämpfen vor den vielen Zusehern wie ihre alten Vorbilder, natürlich in voller Rüstung.

Der Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung war aber der Streit der Raubritter um das edle Gerstengebräu.
Ewald, der Hausherr, versuchte die angeheiterten Raubritter, die mitten in seiner Burg an einem Biertisch über ihn spotteten, zurechtzuweisen. Als gutes Zureden nicht half, setzte Ewald mit seinem schwarzen Hengst zum Sprung über die Ritterrunde an. Von einer Sekunde auf die Andere sassen die verdutzten Ritter unter dem umgestürzten Tisch, sogar den Krug mit dem edlen Gerstengebräu hat der Hengst mit den Hufen runtergeworfen.

Aber auch lustige Stationen standen auf dem Programm: So wurde der berüchtigte, über einen Meter große Bluthund gesucht, von dem jede Spur fehlte, nur das Halsband mit 70 cm Durchmesser und langen Eisenspitzen wurde hergezeigt. Zum Spass der Gäste erschien dann ein dressierter Zwergpinscher, der durch das Halsband hindurch seine Kunststücke aufführte.